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成都德语培训班:爱情文章ï¼?/p>
Der verlorene Vater
Rotgolden
versank
die
Sonne
am
Horizont
hinter
den
Bergen.
Ein
erster
Fr
ü
hlingstag
neigte
sich
im
Tal
dem
Ende.
Die
Alpengipfel
waren
mit
Schnee
bedeckt.
Das
Schweizer
Bergmassiv bildete ein herrliches Panorama. Im Tal unten bl
ü
hten schon die ersten
Fr
ü
hlingsblumen.
Die Kinder, die draußen spielten, mussten rein. Mike hatte schmutzige rote Backen
und sah auch so ziemlich wild aus. Seine dichten schwarzen Locken fielen ihm wirr
ins
Gesicht.
Er
hatte
Angst,
dass
Mutter
schimpfen
w
ü
rde.
Seine
Mutter
stand
schon
wartend an der T
ü
r. Sie strich dem Jungen sacht
ü
ber das Haar. "Na, du siehst ja
schlimm
aus,
du
kleiner
Dreckspatz,
komm
erst
mal
in
die
Badewanne,
bevor
wir
essen."
Während Mike in dem duftenden Schaumbad planschte, erzählte er vom Spielen, "Du,
Mutti,
der
dicke
Mark
von
nebenan,
hat
mich
auf
gezogen,
weil
ich
keinen
Vater
habe."
"So
ein
Blödmann!".
Sylvia
meinte,
wie
beiläufig:
"Na,
das
ist
ja
gemein."
Im
Inneren
jedoch
kochte
sie
vor
Wut.
Dachte
dabei:
"so
die
Eltern,
so
der
Sohn".
Diese
Nachbarn
hatten
schon
immer
etwas
gegen
Sylvia
.Ständig
lästerten
sie
und
zerrissen
sich
den
Mund, weil Sylvia allein lebte. Dabei waren sie auch Deutsche, genau wie sie, die
hier in der Schweiz ein neues Leben angefangen hatten.
Sylvia kam vor sechs Jahren hier her, als Mike gerade ein Jahr alt war. Sie ließ
ihre kaputte Ehe, ihr altes Leben und Freunde hinter sich. Der Mann aber, den sie
ü
ber
alles
liebte,
war
bei
einer
Bergtour
abgest
ü
rzt.
Er
galt
erst
als
verschollen.
Später erklärte man ihn fü
r tot, da man seine Leiche nie fand. Sylvia wollte nur
noch weg von zu Hause, nachdem ihre Ehe geschieden war. Ein neues Leben beginnen,
nur
f
ü
r
ihren
Sohn
da
sein.
Er
ist
das
Kind
dieser
leidenschaftlichen
Liebe.
Sylvia
entschied sich daf
ü
r, in das Land zu gehen, wo ihr Liebster verungl
ü
ckt war. Sie
glaubte,
ihm
so
am
nächsten
zu
sein.
Sehr
oft
schon
war
Sylvia
an
der
Unglü
cksstelle,
auf dem
Berg, wo es passierte.
Sie fragte sich dann, ob
Bernhardts lebloser Körper
in
so
einer
Gletscherspalte
lag.
Man
hatte
an
der
Absturzstelle
nur
seine
Kamera-Ausr
ü
stung gefunden, mehr nicht.
Nach dem Abendbrot sahen Mutter und Sohn noch eine Weile Fernsehen. Gelangweilt
bediente
Sylvia
die
Fernbedienung.
Da
kam
aber
auch
nichts
Interessantes
zum
Ansehen.
Sie
hatte
gerade
den
örtlichen
Lokalsender
erwischt.
Mike
meckerte:
"Mutter,
schalte
bitte um". Doch Sylvia verharrte, starrte wie gelähmt in den Fernseher, die Knie
wurden ihr weich, sie schwankte. Das gab es doch nicht! Der Mann, der da sprach,
war Bernhardt, Mikes Vater.
Sylvia rief sofort bei dem Sender an, ob es sich um einen neuen Beitrag, oder um
eine
Wiederholung
handelte.
Man
gab
ihr
zur
Antwort,
dass
dies
ein
brandneuer
Beitrag
wäre.
Sylvia
war
fassungslos.
Tränen
rannen,
wie
ein
Wasserfall,
ü
ber
ihr
Gesicht.
Bernhardt
lebte,
er
lebte
hier
.Er
hatte
sich
einfach
hier
niedergelassen.
Aber
warum